Rainer Lukaschek
Facharzt für Allgemeinmedizin
Am Eickholtshof 14 . 46236 Bottrop . 02041 5673760

Komplementäre Tumortherapie

Krebserkrankungen nehmen zu und sind neben den Herz-Kreislauferkrankungen die häufigste Todesursache. Sie stellen die medizinische Herausforderung des 21. Jahrhunderts dar. Erfolge in der Behandlung wurden bei einzelnen Tumorarten erzielt (z. B. Leukämien, Hodentumoren, Lymphknotentumoren). Bei vielen anderen Tumorarten wie Krebs der Bauchspeicheldrüsen, Bronchialkrebs und Gebärmutterhalskrebs z. B. sind die Erfolge eher bescheiden. So ist in den letzten Jahren eine Forschungsrichtung entstanden, die versucht, neben der herkömmlichen Therapie (Operation, Chemotherapie, Bestrahlung) andere Behandlungsansätze zu verfolgen und sie auch wissenschaftlich zu begründen: Die komplementäre Tumortherapie.

Komplementär heißt ergänzend und nicht alternativ zur notwendigen klassischen Behandlung. Für viele Methoden der Komplementärmedizin liegen mittlerweile gesicherte Studien vor. Die Ernährung kann nicht nur präventiv nach Schätzungen der DGE die Krebshäufigkeit um etwa 30 % reduzieren, sondern bei einer manifesten Krebserkrankung spielt die Ernährung eine noch größere Rolle. Durch die Erkrankung und ggf. durch Operation, Bestrahlung oder Chemotherapie wird eine Mangelernährung erzeugt und verstärkt, die in großem Ausmaß selbst Auswirkung auf Lebensqualität und Krebssterblichkeit hat. Auch gehören sportliche Aktivität und psychoonkologische Betreuung zu jedem ganzheitlichen Krebstherapiekonzept. Andere Verfahren wie die Hyperthermie sind noch in der Evaluation. So umfasst die komplementäre Krebstherapie Ernährungsberatung, ggf. zusätzlich Anwendung von gezielter Ergänzung mit Vitaminen, Spurenelementen (Orthomolekulare Medizin), Misteltherapie, Einsatz von Enzymen, Thymustherapie, Selentherapie und mikrobiologische Therapie und Probiotika (früher „Darmsymbioselenkung“) .




































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