Rainer Lukaschek
Facharzt für Allgemeinmedizin
Am Eickholtshof 14 . 46236 Bottrop . 02041 5673760 .

Einleitung UVB/UVE

UVB (Ultraviolettbestrahlung des Blutes) ist ein seit Jahrzehnten angewandtes Naturheilverfahren. Es besitzt den Charakter einer unspezifischen Reiztherapie. Dabei wird aus einer Vene Blut abgenommen, mit UVC-Licht bestrahlt (Wellenlänge 254 nm) und in einem geschlossenen Kreislauf über die Vene wieder zugeführt.

Funktionsschema der UVB

UVE (Ultraviolett-Eigenblutbehandlung) ergänzt die klassische Eigenbluttherapie und ist besser wirksam. Hierbei wird eine geringe Menge Blut (etwa 5-10ml) venös entnommen, ebenfalls mit UVC-Licht bestrahlt und intramuskulär reinjiziert. Zusätzlich können naturheilkundliche Mittel vor der Injektion beigemischt werden (z. B. Echinacin, Engystol zur Abwehrsteigerung.

Beide Verfahren sind in ihren Wirkungsmechanismen weitgehend aufgeklärt: Ein deutlich durchblutungsfördernder Effekt ist nachgewiesen mit verbesserter Sauerstoffanreicherung im erkrankten Gewebe. Bei Durchblutungsstörungen kommt es so zu einer verbesserten Sauerstoffausnutzung und zu besserer Wundheilung mit Nachlassen der Schmerzen z. B. bei arteriellen Durchblutungsstörungen. Bei Immundefekten kommt es zu einer besseren Zellabwehr mit Erhöhung der T4-Zellen und anderen Mechanismen. Außerdem wird die Bildung von sogenannten Radikalfängern (Enzymsystemen wie Katalase, Gutathion und Superoxiddismutase ) angeregt. Diese Enzymsysteme wirken dem oxidativen Stress entgegen, und dies ist auch Hintergrund für die gute Wirkung von UVB/UVE bei Patienten unter Radio-Chemotherapie. Hier kommt es zu einer deutlichen Reduktion der Nebenwirkungen. Nachgewiesen wurde auch eine deutlich entzündungshemmende Komponente (vermittelt über Prostaglandine – Entzündungsmediatoren).

Aus diesen Gründen weist UVB/UVE ein weites Anwendungsspektrum auf: Durchblutungsstörungen, chronische Entzündungen, begleitend zur konventionellen Tumortherapie.